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#Inferno-Infantino verkauft unseren Fußball

Walter Sperger
1. Nov. 2023
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Stunden

Wir alle dachten, dass nach Sepp Blatter und dessen initiierter QATAR-WM nichts Schlimmeres kommen kann. Weit gefehlt! #Inferno-Infantino beschert uns einen neuen Superlativ des Vermarktens und ebnet mit dem Ansatz der WM 2030 in sechs Ländern und auf drei Kontinenten den Weg für Saudi-Arabien als nächsten WM-Ausrichter 2034 (SPORT1-Meldung: Infantino bestätigt WM-Ausrichter).

Die Interessenerklärung der FIFA zur Ausrichtung dieser beider Weltmeisterschaften ist eine Farce und ein Schlag ins Gesicht von uns allen, die wir den Fußball lieben und leben.

Weitere Bewerber und zuletzt Australien nehmen Abstand von ihrem Ansinnen, sich ebenfalls um die WM 2034 zu bemühen! Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt!

Und die FIFA stellt auf ihren Seiten zur WM-Vergabe 2034 die Rahmenbedingungen zur Bewerbung für diese Veranstaltung dar und beruft sich auf das Konzept der Rotation und die Zustimmung im FIFA-Kongress.

Dabei wählen Herr Infantino und die FIFA einen Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Entscheidung, der durch die schrecklichen Nachrichten aus ISRAEL und dem Gaza-Streifen geprägt ist, wohl in der Hoffnung, man schenke dem Entschluss der FIFA weniger Aufmerksamkeit. Schämt man sich in Zürich denn überhaupt nicht? Die vielen Toten, die die FIFA durch den Bau der Fußballstadien in Qatar mit verantwortet hat, sind offensichtlich noch nicht genug!

SO GEHT’S NICHT!

Die FIFA-Compliance-Richtlinien klingen in Anbetracht des oben geschilderten wie ein schlechter Witz:

Compliance bei der FIFA Fußballweltmeisterschaft

Mithilfe eines umfassenden Compliance-Programms für die FIFA Fußballweltmeisterschaft™ fördert die FIFA Transparenz und ethisches Verhalten, erkennt Risiken, erlässt Richtlinien, legt Verfahren fest und ergreift, falls nötig sofort sorgfaltsbezogene Gegenmaßnahmen, um die FIFA-Sponsoren, die teilnehmenden Teams und die ganze Organisation vor Ort bei Compliance-Fragen zu unterstützen.


Bewerbungsverfahren für die FIFA Fußballweltmeisterschaft

Die FIFA hat ein neues Bewerbungsverfahren erlassen, um die Wahl des Ausrichters der FIFA Fußballweltmeisterschaft™ möglichst offen und transparent zu gestalten sowie zentrale Elemente des Verfahrens, angefangen bei der Gleichbehandlung der beteiligten Mitgliedsverbände bis zur abschließenden Evaluation der Bewerbungsdossiers, zu überprüfen. Abgedeckt sind sämtliche Punkte von der Risikobeurteilung bis hin zum Erlass von Richtlinien.

Weltweit bemühen sich viele ehrenamtliche Fußballbegeisterte in den unterschiedlichsten Verbänden um die Aufrechterhaltung der Strukturen unserer Lieblingssportart. Aus den Amateurvereinen rekrutieren die Verbände letztlich auch die künftigen Superstars, denen wir wiederum als fußballbegeisterte TV-Zuschauer und Stadionbesucher eine Bühne ihrer Darstellungen und eine Basis ihrer finanziellen Ausstattung bieten. 

Wir, die Ehrenamtlichen und Fußballbegeisterten, sind daher der Fußball!

Die Verbände sind folglich in der Verantwortung, Sorge zu tragen für:

1. den Schutz der Interessen Ihrer Mitglieder,

2. den Schutz der Gesundheit aller Spieler,

3. die Wahrung der Fairness innerhalb des Sports,

4. den gesellschaftlichen Einfluss,

5. die Investition der finanziellen Mittel in eine funktionierende Infrastruktur für unsere Sportart,

6. die Solidarität unter den Verbänden und sportartübergreifend,

7. …

Nichts von alldem ist im Handeln Herrn Infantinos und der von ihm geführten FIFA zu erkennen. Mag sein, dass unterschiedlichste Maßnahmen ergriffen worden sind, um der Korruption in dieser Organisation einen Riegel vorzuschieben, aber man hat nicht das Gefühl, dass diese Maßnahmen auch greifen. Letztlich müssten dann Entscheidungen getroffen werden, die sich halbwegs an den oben genannten Verantwortlichkeiten messen lassen.

Die einzigen Maßstäbe, die ich aus den Entscheidungen des Weltfußballverbands ablesen kann, sind Größenwahn und Maximierung des finanziellen Ertrags! Und das alles auf dem Rücken der Fußballfans und Ehrenamtlichen! Und auch die Gesundheit der Spieler ist den aalglatten Herren der Organisation gleichgültig.

Daher sind aus meiner Sicht jetzt alle gefordert, dem Ausverkauf unserer Interessen einen Riegel vorzuschieben:

1. Die Verbände, allen voran die UEFA und ihre Mitglieds-Verbände, im Speziellen der DFB!

Herr Neuendorf, Herr Zimmermann, Herr Watzke und alle Vizepräsidenten! Werden Sie Ihrer Verantwortung gerecht und sagen in letzter Konsequenz auch die Teilnahme an den Wettbewerben der FIFA ab!

2. Ehrenamtliche! Ihr seid die Basis! Ohne Euch geht nichts! Droht mit Streiks und setzt diese in letzter Konsequenz auch um, wenn Eure Vertreter nicht den Mut haben, Eure Interessen wahrzunehmen!

3. Fußballbegeisterte TV-Zuschauer und Stadionbesucher! Boykottiert die FIFA! Lasst die Fernsehgeräte aus, wenn FIFA-Veranstaltungen übertragen werden, solange man nicht Eure Interessen vertritt! Der Fußball gehört Euch! #Der_Fußball_gehört_uns!

4. Medienvertreter! Qualitativer Journalismus verpflichtet! Man sprach von den Medien als „vierte“ Instanz einer Rechtsstaatlichkeit! Werdet dieser Verantwortung gerecht! Deckt Missstände auf und macht transparent, wie Entscheidungen zustande kommen und welche moralische Verantwortung die Verbände tragen!

Wir dürfen es uns nicht bequem machen und nach dem Motto, „Kann man eh nichts machen!“, vor unserer Verantwortung drücken. #Schauen_wir_nicht_länger_zu! #Unser_Fußball! #Nicht_mit_uns,_Herr_Infantino!


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